Gutes Brot ist preiswert, nicht billig

Die organisierten Bäcker im Landkreis Heidenheim trafen sich zur diesjährigen Mitgliederversammlung der Innung in der SVM-Vereinsgaststätte auf den Reutenen. Obermeister Heinz Früholz freute sich, dass die Mitglieder so zahlreich erschienen waren. In seiner Ansprache ging er auf die wirtschaftliche Situation im Bäckerhandwerk ein. Egal ob Fachkräftemangel, Konkurrenz durch Discounter, Ungleichbehandlung bei der EEG-Umlage oder zunehmende Bürokratie, eines hätten alle Themen gemeinsam: sie kosten dem Bäcker immer mehr Geld. Geld, das verdient werden müsse. Während Preissteigerungen bei Mieten, Energie, öffentlicher Verwaltung oder Konsumgütern wie Autos oder Handys als normal gelten, habe man den Eindruck, dass das tägliche Brot nicht teurer werden dürfe. Gemessen an den Gesamtausgaben eines Privathaushaltes sei der Anteil der Ausgaben für Lebensmittel im Vergleich zu den europäischen Nachbarn in Deutschland viel niedriger. Am täglichen Brot, das einen ernährt, sollte man aber nicht sparen. „Gutes Brot vom Handwerksbäcker ist ein Qualitätsprodukt und daher seinen Preis wert, so Früholz. Das bestätigte jüngst die öffentliche Brotprüfung mit 120 Broten. 95 % der geprüften Brote erhielten die Note gut oder sehr gut. Gute Ware zum angemessenen Preis sei eben preiswert und nicht billig. Neben den Regularien standen noch zwei interessante Vorträge auf der Tagesordnung. Johannes Grimm-Heinzel von der Signal-Iduna referierte über das Thema „Änderungen und Neuigkeiten zur betrieblichen Altersversorgung“. Lust aufs Wandern rund um Heidenheim machte schließlich Wolfgang Pösselt mit seinem Bildervortrag über den Albschäferweg.


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