
Jedes Jahr nach den Berufsabschluss- und Gesellenprüfungen messen sich die Besten des Jahrgangs in der Meisterschaft des Deutschen Handwerks. In über 130 Gewerken werden die zu ehrenden Absolventinnen und Absolventen einer beruflichen Ausbildung ermittelt. Im Landkreis Heidenheim schafften acht Teilnehmer eine Ehrung auf Kammerebene, drei davon sogar auf Landesebene. Bei den Brauern und Mälzern wurde Maximilian Hald (Härtsfelder Familienbrauerei Hald e.K.) erster Kammersieger und erster Landessieger. Feinwerkmechaniker Ruben Bürger (Martin Lohse GmbH) erreichte den ersten Platz auf Kammerebene und den zweiten Platz auf Landesebene. Eine Urkunde für den zeiten Platz im Kammerbezirk erhielten Maurer Armin Hadzipasic (Riffel Bau & Fertigteile GmbH), Anlagenmechaniker SHK Marko Garic (Garic GmbH), Klempner Christian Keck (Dieter Keck Klempnerei) und Kraftfahrzeugmechatroniker Karl Kirschner (Hans Peter Krause Autovermietung), der auch den dritten Platz auf Landesebene schaffte. Fahrzeuglackierer Süleyman Mikail Dikmen (Anneliese Smejkal Unfall-Experte) erreichte auf Kammerebene den dritten Platz und Maler- und Lackiererin Julia Schmauder (Südanstrich GmbH) belegte im Kammerbezirk den vierten Platz.
Die Ehrungen fanden im Rahmen der Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Heidenheim statt und wurden von Kreishandwerksmeister Robert Smejkal und der stellvertretenden Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Ulm Karin Tausch durchgeführt. Eingeladen waren auch OB Michael Salomo und die Vertreter alle Innungen. In seiner Ansprache ging Smejkal auf die Bedeutung des Handwerks in der Region ein:“ Es ist geprägt von einer starken mittelständischen Struktur, hoher Ausbildungsleistung und einer tiefen regionalen Verwurzelung.“ Auch im gesamten Baden-Württemberg bleibe das Handwerk eine tragende Säule der Wirtschaft. Es sorge für Beschäftigung, bilde junge Menschen aus und garantiere Qualität und Verlässlichkeit in nahezu allen Lebensbereichen. Dennoch dürfe man die Realität nicht ausblenden: „Unsere Betriebe stehen weiterhin unter Druck, „so Smejkal. Karin Tausch konkretisierte diese Aussage:“ Nur noch rund 38 Prozent der Betriebe bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut — im Vorjahr waren es noch 47 Prozent.“ Lediglich 15 Prozent der Betriebe berichten von steigenden Auftragseingängen, während 46 Prozent Rückgänge verzeichnen. Jeder zweite Betrieb meldet zudem sinkende Umsätze. Hinzu kommt eine spürbar geringere Auslastung und ein wachsender Kostendruck durch hohe Energie- und Materialpreise. Diese Kombination geht zunehmend an die Substanz unserer Betriebe. „Das ist eine Entwicklung, die wir sehr ernst nehmen müssen und die klar zeigt: Der Handlungsdruck für die Politik ist hoch.“ Auch OB Salomo ging auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein, die momentan nicht optimal seien. Da die Energie die Basis fast aller Leistungen darstelle, sei es nicht verwunderlich, dass sich die Entwicklung der Energiepreise schlecht auf die Wirtschaftsentwicklung auswirke. Trotz der schwierigen Lage sei er aber stolz auf ein gutfunktionierendes lokales Handwerk.