
In seiner Rede bei der Mitgliederversammlung der Heizungs- und Sanitär-Innung im Gasthaus zum Kreuz in Steinheim ging Obermeister Mickley auf das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) ein. Diesee soll das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) in wesentlichen Teilen ablösen. Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft, insbesondere Vermieter, Bestandshalter und Projektentwickler, stehen nun vor der Frage, welche Auswirkungen diese Änderungen durch das GMG auf ihre Investitionen, ihre Planungen und ihre Wärmestrategien haben. Das GMG verfolgt einen anderen Ansatz als das bisherige „Heizungsgesetz“: Ein bestimmter Anteil erneuerbarer Energien für die Wärmeerzeugung ist für neue Anlagen zukünftig nicht mehr Pflicht. Das GMG soll hingegen deutlich mehr technologische Wahlfreiheit hinsichtlich der verwendeten Heizungsanlage eröffnen und auch über 2029 hinaus den Einbau konventioneller Heizungsanlagen ermöglichen. Die Kunden seien verunsichert. Die Entscheidungsrisiken würden auf private Haushalte verlagert. Die Förderkulisse sei unsicher. Beim Einsatz von Biogas und Bioöl müsse man von steigenden Kosten ausgehen, so Mickley. Die Gebäudesanierung würde durch die unklare Haltung der Politik verschleppt. Die Forderung des Handwerks an Politiker nach konstanten Rahmenbedingungen sei nach wie vor nicht gegeben. Die Auftragslage im Bereich Heizung-Sanitär sei trotzdem noch gut. Im Bereich Klempnerei würden die Aufträge jedoch zurückgehen. Bei den anstehenden Neuwahlen konnten alle ehrenamtlichen Positionen auf Innungsmitglieder verteilt werden. Obermeister Stefan Mickley wurde in seinem Amt bestätigt.